Ergänzungen von Ricos Gassigänger (24.1.2010)
Wie hieß es doch zu Anfang gleich: „ er rennt gleich los, du musst ihn mit bitte gleich abnehmen…“
Ja ist immer noch so…aber ihr solltet mich mal sehen, wenn ich kommentarlos an Enten, Gänsen, Schwänen, Kindern Radfahrern, Joggern und anderen Menschen vorbeigehe….Hauptsache „mein“ Mensch ist bei mir, dann zeige ich mich immer von meiner besten Seite und beherrsche die Grundkommandos im Schlaf.
Auf den ersten 100 m weg vom Tierheim zeigt Rico, dass ihn diese gesundheitlichen Probleme überhaupt nicht davon abhalten, ein aktiver Hund zu sein. Nimmt man dann noch darauf Rücksicht, dass er möglichst nicht springen sollte, dankt Rico es einem mit Aufmerksamkeit und einer Riesenportion Schmuse- und Spielleidenschaft.
Das Spiel mit dem Ball, diesen dann auch den halben Spaziergang mitzutragen, gefallen ihm sehr. Dabei ist auch nichts von seiner „Klauleidenschaft“ zu spüren. Er bringt den Ball und macht ohne wenn und aber „aus“, damit es gleich – natürlich ohne Springen – weitergehen kann. Zudem ist dieser feine Kerl bestechlich bis über beide Stehohren: für Leckerlis werden Suchaufgaben wie auch Gehorsamsübungen gerne und ausgiebig geübt.
Rico ist einfach nur ein Malinois zum lieb haben, der sich freut wie kein anderer, wenn er Streicheleinheiten und Aufmerksamkeit bekommt.
Rico – ein Malinois anderer Art
Sie hatten schon immer ein Herz für Malinois, aber irgendwie waren Sie Ihnen zu anstrengend?
Dann wäre vielleicht der fünfjährige Rico der richtige Hund für Sie.
Rico ist zwar ein waschechter Malinois aber ein ruhigerer Geselle, ohne Wach- oder Jagdtrieb, der es sichtlich genießt in der Sonne zu liegen und das Leben mit seinen Menschen zu genießen. Denn Menschen sind Rico sehr wichtig. Er liebt es möglichst immer jemanden um sich zu haben, bleibt aber auch ohne Probleme alleine. Das Leben im Haus ist er gewöhnt, bettelt nicht am Tisch, klaut jedoch, wähnt er sich unbeobachtet, gerne wie ein Rabe. So erhaschte Trophäen wie zum Beispiel Schuhe, lässt er sich aber auch wieder abnehmen - es scheint wohl mehr der Reiz des „Klauens“ zu sein, der ihn hier antreibt.
Auch anstrengende Spaziergänge sind für Rico wegen seiner Spondylosen und eines Hüftproblems nichts. Kleinere und ruhigere Ausläufe bewältigt er aber gerne und ist nach entsprechender Eingewöhnungszeit wegen seines mangelnden Jagdtriebes auch ableinbar. Bei Artgenossen entscheidet draußen die Sympathie. Im Haus allerdings ist für Rico eines ganz klar – keine anderen Götter neben mir! Ruhigere Katzen werden noch notgedrungen akzeptiert aber anderen Hunden macht er unmissverständlich klar, dass in seinem Reich keine Luft zum Atmen für sie ist, und schier alles nur ihm gehört.
Wo also sind die Menschen, gerne auch eine Familie mit älteren Kindern, die auf seinen Gesundheitszustand Rücksicht nehmen können, die diesem etwas anderen Malinois ein Zuhause ohne Artgenossen bieten möchten und vielleicht auch eine weitere kleine Marotte in Kauf nehmen. Ricos Jagdleidenschaft wird nur durch eines geweckt, sich drehende Reifen, vorzugsweise von Schubkarren allerdings auch nur auf dem eigenen Gelände. Draußen lassen sie ihn kalt. Aber vielleicht besitzen sie ja gar keine Schubkarre – damit wäre dieses Problem dann auch schon aus der Welt.













