ROMA, EIN RIESIGES HERZ AUF VIER PFOTEN
Jedes Mal, wenn ich ins Tierheim komme ist sie da. Sie läuft aufgeregt durch ihren Zwinger, von Mal zu Mal sieht sie für meine Augen dünner aus.
Wie wild freut sie sich, wenn der Pfleger mit der Leine kommt und ungestüm sind ihre ersten Meter, die uns vom Gelände des Tierheims bringen.
Aufgeregt um mich kreisend, wenn ich ihr zu langsam bin, lenkt sie ihre Schritte, scheinbar in Anspruch genommen von allem, was ihr begegnet. Doch dann bleibe ich stehen und sofort richtet sich ein fragender Blick auf mich.
Auf Kommando führt Roma gehorsam "sitz" und "platz" aus, und auch eine "Rolle" kann sie schon fast, auch wenn sie dabei noch manchmal auf dem Rücken liegen bleibt und mich bittend ansieht.
Ich kniee mich neben sie, und Roma zeigt sich von einer Seite, die man bei diesem lebhaften Hund zunächst vielleicht nicht vermutet: sie versucht, auf meinen Schoß zu klettern, schmiegt sich dann an mich und versucht, mir beschwichtigend durchs Gesicht zu lecken.
Dann genießt sie sichtlich jede Streicheleinheit, die man ihr zukommen lässt.
Bisweilen ist sie dabei schon vor meinen Knien eingeschlafen, so dass ich sie zum Weitergehen wecken musste.
Roma ist ein intelligentes und lernwilliges Goldstück. Anderen Hunden gegenüber zeigt sie sich auf Spaziergängen gegenüber meist neutral.
Allerdings hat sie eine gehörige Portion Jagdtrieb, die sie auch mal ungestüm eine Wiese "umgraben" lässt, in der sie eine Maus vermutet.
Ich hoffe, dass, wenn ich meine Kur beendet habe, diese gestromte lebenslustige Schönheit ein neues zu Hause gefunden haben wird.
Vielleicht sogar zusammen mit ihrem Zwingergenossen Rex, der sie sichtlich anbetet...?


