Paul

Patenurkunde

Die absolute Glückspatin für Paul, na jetzt muß es doch klappen ;-)!

Patenurkunde

Und noch eine liebe Patin für Paul. Wer hat ein Herz für Paul? Am Besten wäre wohl ein kinderloser Haushalt da Paul einen Beschützerinstinkt aufgebaut hat. Aber der wird sich doch finden- bitte!

Patenurkunde

Patin Nummer drei. Na, jetzt muß es aber klappen mit dem neuen Heim. Wo ist das Ehepaar oder die Einzelperson mit großem Herz?

Bankverbindung

Tierschutzverein für den Kreis Heinsberg e.V.
Raiffeisenbank Heinsberg
BLZ: 370 694 12
Konto: 330 135 6012

Persönliche Erfahrungen einer Hundebesitzerin mit Diabetes Insipidus (5.7.2010)

Liebe Tierheimmitarbeiter,

eine Interessentin bin ich leider nicht, denn ich habe schon einen Hund mit Diabetes Insipidus, würde mich aber nicht abhalten lassen jederzeit wieder einen Hund mit dieser Erkrankung zu nehmen!
Ich möchte darum allen Mut machen, sich einen Hund trotz dieser Erkrankung zu holen. Vielleicht können Sie meine Erfahrungen ja dazu nutzen Paul ein gutes Zuhause zu verschaffen.

Mein Hund Lutz ist jetzt 14 Jahre alt (mindestens) und seit 6 Jahren bei mir. Als ich ihn aus dem Tierheim Aachen holte, wusste ich von seiner Erkrankung.
Zunächst einmal lässt er die Wohnung nach Möglichkeit immer trocken!
Erst einmal ist es ihm nicht gelungen und das war meine Schuld - ich hatte mich wegen Stau verspätet. Der Trost: Da diese Hunde sehr viel trinken ist der Urin so dünn, dass er praktisch gar nicht stinkt.
Gassi-gehen müssen wir nicht mehr als mit anderen Hunden (ich hatte vor ihm schon zwei).
Seinen Durst kann man mit 5l oder auch 10l Eimern hervorragend für einen Tag versorgen. So muss man nicht ständig am Tag den Trinknapf kontrollieren und nachfüllen. Es gibt tolle transportable Trinkflaschen und faltbare Wassernäpfe für Hunde, die sind für Besuche und Ausflüge prima.
Die Wirkung des Medikaments merkt man, aber selbst ohne Minirin kommt mein Hund noch zurecht. Das Tierheim Aachen sagte mir damals, er bräuchte das Medikament noch nicht. Ich habe mich entschieden es ihm auf jeden Fall trotzdem zu geben, damit sein Wasserhaushalt so normal wie möglich funktioniert.
Ich habe mich vor meiner Entscheidung damals bei verschiedenen Tierärzten erkundigt, was mich da erwartet und es klang nicht so dramatisch wie in Ihrer Information.

Ein befreundeter Tierarzt drückte es so aus: "Der wird dir einfach ein paar Monate vor der Zeit an Kreilaufversagen sterben. Dafür wirst du keine Probleme mit den Knochen haben."

Bislang hat er Recht!

Lutz ist so gesund und munter wie ein 57cm-Hund mit 14 Jahren sein kann.
Also bitte liebe Interessenten, geht nicht deswegen an diesem Hund vorbei!
Euch könnte ein toller, lebenslustiger Begleiter entgehen, der mit seinen Eigenschaften genau zu euch passt!

Wir drücken Paul hier in Aachen alle die Daumen bzw. Pfoten!!!

Viele Grüße
Heike und Hund Lutz

Update! (12.3.2010)

Kleiner Hoffnungsschimmer – Diabetes insibidus doch zumindest symptomatisch behandelbar!

Nach einem neuerlichen Versuch, Pauls Krankheit medikamentös zu beeinflussen, stellte sich heraus, dass nicht ein Nierenschaden die Ursache seines Leidens ist sondern ein Gendefekt. Dies birgt für Paul Hoffnung auf ein stressfreieres Leben. Das durch den Gendefekt nicht produzierte Hormon kann mittels Augentropfen dem Körper zugeführt werden. Pauls Lebensspanne wird dies leider nicht beeinflussen, sein Leben selbst aber schon. Wird dieses Medikament kontinuierlich gegeben, was er sich auch gut gefallen lässt, so benötigt er nur noch nahezu normale Wasserrationen und der Harndrang reguliert sich entsprechend. Eine Übernahme der Medikamentenkosten wäre im Bedarfsfall möglich. Ein spezielles Nierenfutter ist nicht mehr nötig.
Was ihm jetzt noch fehlt, ist das schon unten beschriebene gute Zuhause, um aus einem Hoffnungsschimmer endlich einen Glücksfall werden zu lassen!

Paul – wer schenkt diesem liebenswerten Hund trotz unheilbarer Krankheit ein artgerechtes Leben?

Paul steht seine Krankheit und das Leid, das er durch sie bzw. wahrscheinlich auch durch den Umgang mit eben diesen Krankheitssymptomen erfahren musste, buchstäblich ins Gesicht geschrieben. Jeder, der Hunde liebt, wird bei einem Blick auf sein Foto schnell erkennen, dass so kein glückliches Tier aussieht.
Der 2007 geborene Labradormischling Paul leidet unter der seltenen Krankheit Diabetes insipidus, auch landläufig als Wassersucht bezeichnet. Er muss am Tag 20 bis 30 Liter Wasser zu sich nehmen, das seinen Körper durchströmt, die Niere durchläuft und wieder ausgeschieden wird. Seine Krankheit wurde in der Tierklinik Duisburg festgestellt und die dort behandelnden Ärzte äußerten die Vermutung, dass eben diese Krankheitssymptome ihm zum Verhängnis wurden. Aus seinem ängstlichen und wegduckenden Verhalten leiteten die Ärzte ab, dass Paul für das viele Saufen und damit einhergehende sehr häufige Wasserlassen wahrscheinlich geschlagen wurde. Erhält Paul zu wenig Wasser, so wird sein Körper in die Situation eines Verdurstenden versetzt. Panikattacken mit Herzrasen sind die Folgen. Erhält er genügend Wasser und ein spezielles Nierenfutter, so ist er normal belastbar, wird aber wahrscheinlich kein hohes Lebensalter erreichen, da Vitamine, Mineralstoffe usw. nur wenig aufgenommen werden. Mit Medikamenten ist Paul leider nicht zu helfen
Vom Wesen her ist Paul ein Schatz, lieb und sehr menschenbezogen. Seine anfängliche Unsicherheit und Angst beim Saufen und Urinieren lässt durch die positiven Erfahrungen, dass ihm niemand mehr was tut, immer mehr nach. Er wäre, abgesehen von seiner Krankheit, der ideale Familienhund, der auch gut mit Artgenossen auskommt. Aber eben diese Krankheit stellt auch Anforderungen an seine neuen Besitzer. Paul muss seine tägliche Wasserration immer zur Verfügung stehen und entsprechende Möglichkeiten haben, sich lösen zu können. Hier ist neben Verständnis und Einfühlungsvermögen auch Einfallsreichtum gefragt, denn es kann ja wohl kaum in unserem Sinne sein, ihn zu einem einsamen Außendasein zu verdammen. Haus bzw. Wohnung und Garten wären ideal. Mit einer Hundeklappe könnte das Problem des häufigen Wasserlassens in den Griff bekommen werden. Da uns Pauls Schicksal sehr am Herzen liegt, wäre die Hundeausführgruppe des Tierheims auch bei Bedarf bereit dafür anfallende Kosten zu tragen.
Aber vielleicht haben Sie ja auch selbst eine Idee, wie man das, was Paul angetan wurde, wieder gut machen kann und ihm endlich ein schönes, wenn auch vielleicht nicht ganz so langes artgerechtes Hundeleben ermöglicht.