Beno

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Tierschutzverein für den Kreis Heinsberg e.V.
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Was ist denn da los?

Das fragt man sich schon, wenn man den optisch doch sehr ansprechenden Mischlingsrüden Beno betrachtet, der wirklich schon seit fast einem Jahr im Tierheim lebt.
Am Alter kann es nicht liegen, denn der am 20.9.09 geborene Beno ist mit etwas über einem Jahr ja noch ein richtiger Jungspund.
Benos „Problem“ ist ein ganz anderes:
Er sieht aus wie der perfekte Familienhund, stellt aber an seine neuen Besitzer doch ganz andere Anforderungen, so dass sich immer wieder die falschen Leute für ihn interessieren. Das wollen wir hier endlich mal klarstellen – vielleicht klappt es dann ja besser mit seiner Vermittlung und die Tage im Zwinger sind gezählt.
Beno wurde mit schlappen sechs Wochen aus Jugoslawien mit nach Deutschland gebracht. Zu der viel zu frühen Trennung von der Mutter kam ein neues Zuhause, das auch aus gesundheitlichen Gründen mit dem jungen Welpen hoffnungslos überfordert war und ihn schließlich mit fünf Monaten im Tierheim abgab. Erziehung war für Beno zu diesem Zeitpunkt ein Fremdwort. Er war gewohnt, ganz klar auf Hundeart zu zeigen, was er wollte und was nicht. Aber es fehlte ihm auch an der Rückenstärkung durch einen souveränen Hundeführer, der ihm klar zu verstehen gab, worum er sich zu kümmern hat und worum eben nicht. Fehlt diese Sicherheit, ist Hund in unserer heutigen Welt hoffnungslos überfordert und sucht sich eigene Wege um sich und seine Interessen zu schützen. Und es kam, wie es kommen musste – ganz so „einfach“ wie süß war Beno denn nicht.
Beno heute hat eine Menge gelernt. Er hat einen guten Menschenbezug entwickelt, sucht von sich aus den Blickkontakt und folgt seinem Menschen auch auf einen wackeligen Steg, der ihm selbst nicht geheuer ist. „Sein“ Mensch muss aber auch immer noch über ein hohes Maß an Konsequenz und souveräner Führung verfügen, damit Beno weiß, wo es „langgeht“. Kinder wären hier überfordert. Gegen eine nette Hündin im neuen Zuhause hätte Beno nichts einzuwenden. Er zeigt sich sehr gelehrig und positiver Verstärkung in Form von Leckerchen gegenüber aufgeschlossen. Die Nasenarbeit ist sein A und O und könnte einen sinnvollen Ansatz zur geistigen Auslastung bieten, denn clever ist er schon, dieser Beno.
Wer also traut sich zu, mit Geduld und Spucke Benos Vertrauen zu erlangen, ihn als Hund ernst zu nehmen, ihn körperlich wie auch geistig auszulasten und ihm mit Konsequenz und Souveränität zu begegnen?

(PS: Der Name Beno ist die Kurzform von Benedikt, dem Gesegneten und ein häufiger Papstname - ein bisschen Größenwahn ist da doch durchaus verständlichSmiley)