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Zum Kopfschütteln......

Kategorie: Presse

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24.06.09 09:15

Von: Silke Hohmann

Tierversuche seien nicht schlimmer als eine Injektion, wird oft behauptet. Ein Blick in unsere Datenbank beweist das Gegenteil. Auch die heute neu hinzugefügten 60 Beschreibungen von Tierversuchen sind an Grausamkeit kaum zu überbieten. Die Datenbank-Dokumente beruhen auf den Veröffentlichungen der Experimentatoren selbst. Nichts ist erfunden. Man kann davon ausgehen, dass die Realität noch weitaus schlimmer ist, als die »neutral-sachliche« Wissenschaftssprache preisgibt.

In der Universitätsaugenklinik Tübingen werden für einen einzigen Tierversuch gleich 40 Katzen »geopfert«, wie es im Fachjargon heißt. Den Tieren werden 23 Tage lang über eine Schlundsonde tiermedizinische Antibiotika eingegeben - in 6- bis 10facher Überdosierung. Einmal wöchentlich erfolgt eine Augenuntersuchung. Am letzten Behandlungstag werden die Katzen getötet. Die Augen werden entnommen und untersucht. Hier werden also mal eben 40 Katzen massakriert, um längst zugelassene Medikamente noch mal »nachzutesten«. (Dokumenten-ID 3884)

Die jahrelange Qual der durstenden Affen in der Hirnforschung ist inzwischen hinlänglich bekannt. Den Tieren wird ein Bolzen auf dem Schädel verankert, an dem ihr Kopf unbeweglich angeschraubt wird. Sie werden permanent durstig gehalten, damit sie für ein paar Tropfen Saft alles machen, was von ihnen verlangt wird. In einen Primatenstuhl geschnallt und mit fixiertem Kopf müssen sie auf einen Bildschirm blicken und Hebel betätigen, während durch ein Bohrloch im Schädelknochen Nervenimpulse im Gehirn gemessen werden. (Siehe Kampagne »Stoppt Affenqual in Tübingen«). Magdeburger Experimentatoren setzen diesen Grausamkeiten noch eins drauf. Zur Fixierung des Kopfes wird nicht, wie andernorts üblich, ein kleiner Metallbolzen verwendet, sondern ein riesiges, helmartiges Gestell, das sich über die ganze obere Kopfhälfte zieht. Der Kopfhalter aus einem nicht genannten Material besteht aus drei Bögen. Ein Bogen befindet sich über der Stirn, einer am Hinterkopf und der dritte verbindet beide Bögen auf der Mittellinie des Schädels miteinander. Die Vorrichtung wird mit sechs Stahlschrauben auf dem Schädelknochen fixiert. Wer weiß, welch schreckliche Dauerkopfschmerzen allein schon das groteske Gebilde verursacht. (Dokumenten-ID 3876)